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Musikalisches Erlebnis für die Kleinsten

Text: Gemeinde Hasbergen

„Liedergarten“ heißt eines der neuen Angebote für Eltern mit ganz kleinen Kindern in Hasbergen, das mit Geldern aus dem Bundesprogramm „Frühe Hilfen finanziert wird. Beim Schnuppertermin im katholischen Pfarrheim haben sich 8 Mütter mit ihren Kindern ein Bild gemacht und ich als Leiterin des Familienbüros war auch dabei.
„Hallo, und wie heißt Du?“ lautet die Begrüßung für die kleinen Gäste. Claudia Otten, Musikdozentin aus Hagen hat das Konzept für die heutige Kennenlernstunde entwickelt. Ganz oben auf ihrer Agenda muss „sich Wohlfühlen“ stehen. Wie schafft sie das für die teilnehmenden Kinder – alle weit unter zwei Jahren? Kinder in diesem Alter brauchen neben der vertrauten Person an ihrer Seite – heute waren es die Mütter - die vertraute Umgebung. Das Neue, ob Raum oder Menschen, kann noch schnell Verunsicherung und Angst auslösen. Wie schnell kann es gelingen, diese abzubauen?
Claudia Otten hat Verstärkung mitgebracht. Zusammen mit Handpuppe Toni singt sie den Kindern (und Müttern) zur Begrüßung ein Lied vor: „Wenn ich morgens ein Liedchen träller, geht das Anziehen gleich viel schneller – Lalalalala“ und „Zack“ - hat sie alle in ihren Bann gezogen. Die Kinder staunen und hören aufmerksam zu. Mit Toni imitiert Claudia Otten Mimik und Gestik. Sie lässt den Toni staunen, Hören, Tanzen und mit dem Finger zeigen. Mit ihrer mitreißenden Art hat sie auch alle Mütter mit im Boot, die mit und für ihre Sprösslinge mitmachen und nachahmen.
Sprechgesang mit vielen Alltags-Bewegungselementen folgen: Augen öffnen, aus dem Fenster schauen, Hurra rufen, Hosen anziehen, Pullover überstreifen. Besonders das „Milch schlürfen“ und Tipp-Tipp-Treppenlaufen hat den jungen Teilnehmern gut gefallen. Sie lachen und erfreuen sich besonders der Wiederholungen. Die Kinder, die schon laufen können, fangen schnell an, mitzutippeln.
Und dann zaubert Claudia Otten ein kleines Haus hervor. Die Kinder sind gespannt, was jetzt kommt. Geräusche nachahmen, Tierstimmen lauschen, Fingerpupen lebendig werden lassen, ein bisschen Verstecken spielen.
Die Musikdozentin hat mit ihrem Konzept ins Schwarze getroffen. Die Kleinen werden immer quirliger und sind freudig dabei und werden zusehends neugieriger.
Schon ist die Zeit verflogen, ein Abschluss-Kreistanz, bei dem die Kleinen staunen, glucksen und krähen, sorgt für strahlende Gesichter bei den Großen.
Danke, Claudia – wir kommen wieder.
Musik ist etwas, was die Kinder elementar anspricht. Und richtig: Ich erinnere mich an Fräulein Müller, meine erste Mathelehrerin. Vor jeder Rechenstunde haben wir gesungen und uns mithilfe der Musik fröhlich ins Lernen eingestimmt. Text und Melodien aus dieser Zeit habe ich bis heute nicht vergessen und den Zugang zum Rechnen hat die Musik für mich erleichtert.
Genau an dem elementaren Erleben setzt Claudia Otten an: „Bei der Elementarmusik wird das Musizieren, das Hören und Sehen, Fühlen und Tasten, die Bewegung und Koordination auf besonders intensiver Weise miteinander verbunden. Dabei wird das Gehirn auf komplexer Weise herausgefordert. Das wirkt sich auch positiv auf das Sprachvermögen aus. Interessant ist z. B. auch, dass Stotterer beim Singen nicht stottern.“
Der erste Liedergartenkurs beginnt am 08. Mai im katholischen Pfarrheim in der Kolpingstraße und endet zu den Sommerferien. Die erste Gruppe startet um 9:00 Uhr. Dank der Bundesmittel kostet die Teilnahme lediglich 18,00 Euro.
Auf der Homepage des Familienzentrums finden Sie das Anmeldeformular: https://familienzentrum-hasbergen.de/files/school/pdf/anmeldeformular.pdf
Weiterführende Informationen erteilt Katrin Schmidt im Familienbüro unter der Telefonnummer: 05405/ 502-203

 

http://hasbergen.de
erstellt am 02.05.2019